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Stahlbauexkursion im SoSe 2026
Im Juni ins Allgäu und nach Ulm
23/06/2026
Am 16. und 17. Juni 2026 führte die Stahlbauexkursion 16 Studierende zu ausgewählten Unternehmen und bedeutenden Bauwerken im Allgäu sowie in Ulm. Das abwechslungsreiche Programm bot spannende Einblicke in Planung, Fertigung, Montage und Instandhaltung moderner Konstruktionen – von Hallen- und Ingenieurbau über Hebe- und Sicherungstechnik bis hin zu Brückenbau, Gerüstsystemen und einem historischen Dachtragwerk. Begleitet wurde die Exkursionsgruppe von den Professoren Dürr und Teich.
Den Auftakt bildete die Besichtigung der Firma Hörmann in Buchloe. Das Unternehmen plant und realisiert unter anderem Hallen-, Gewerbe- und Agrarbauten. Im Rahmen der Führung erhielten die Studierenden einen umfassenden Einblick in die Fertigungsabläufe sowie in die Verbindung von Planung, Produktion und Montage. Besonders anschaulich wurde deutlich, wie die beiden Materialien Stahl und Holz im modernen Hallenbau wirtschaftlich und konstruktiv sinnvoll kombiniert werden können.
Anschließend stand die Firma Pfeifer in Memmingen auf dem Programm. Die Firma Pfeifer entwickelt und produziert unter anderem Drahtseile, Anschlagmittel, Hebetechnik sowie Systeme für das Heben, Sichern und Bewegen von Lasten. Die Besichtigung verdeutlichte eindrucksvoll die hohe Bedeutung von zuverlässigen Verbindungsmitteln, sorgfältiger Qualitätssicherung und praxisnaher Ingenieurarbeit für Bau- und Montageprozesse.
Der zweite Exkursionstag führte die Gruppe nach Ulm. Dort wurde zunächst der Neubau der Konrad-Adenauer-Brücke besichtigt. Die Brücke verbindet Ulm und Neu-Ulm über die Donau und ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Zuge der Bundesstraßen B 10 und B 28. Der Ersatzneubau in Verbundbauweise bot den Studierenden die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen des Brückenbaus unmittelbar auf der Baustelle kennenzulernen. Themen wie Bauablauf, Verkehrsführung, Konstruktion, Bauzustände standen dabei im Mittelpunkt.
Den Abschluss bildete die Besichtigung der PERI-Gerüste sowie des Stahl-Dachtragwerks im Ulmer Münster. Das Bauwerk bot einen eindrucksvollen Kontrast zu den modernen Produktions- und Baustellenbesichtigungen der vorherigen Stationen. Besonders bemerkenswert ist, dass das Dachtragwerk aus Stahl ausgeführt wurde – eine für die Entstehungszeit außergewöhnliche leichte Konstruktion.
Die Exkursion bot den Studierenden zwei intensive und lehrreiche Tage mit zahlreichen Eindrücken aus der Praxis. Die Verbindung von Unternehmensbesichtigungen, aktueller Baustelle und historischem Bauwerk machte deutlich, wie breit das Spektrum des Stahlbaus ist. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Unternehmen und Behörden sowie den engagierten Fachleuten vor Ort für die interessanten Führungen, die offenen Gespräche und die wertvollen Einblicke in ihre tägliche Arbeit.
Text: Teilnehmende der Exkursion